Mittwoch, 13. Februar 2019

Happy Valentine's day!

Wie könnte es anders sein, natürlich hat Fräulein Floh sich etwas für den Tag der Verliebten ausgedacht - in letzter Minute. Ich muss gestehen, dass das alte Problem - zu viele Ideen und viel zu wenig Zeit - noch immer mein stetiger Begleiter ist. Daran hat sich auch 2019 nichts geändert.
Hier ist es nun, mein Last-Minute-Tutorial für alle Lieben, Verliebten und Lieblingsmenschen: ein kuscheliges Kissen.

XOXO (hugs and kisses)
Fräulein Floh
Du brauchst:
altes T-Shirt, Jersey oder Baumwollfleece (ca. 2x 40 cm x 40 cm)
Kissenfüllung
Schere
kleine spitze Schere
Häkelnadel Nr. 2,5 bis 3
Schneiderkreide











Und so habe ich's gemacht:
1 Lege beide Stoffstücke links auf links aufeinander und zeichne ein Herz auf dem Stoff an (gelbe Linie). Die Größe des Herzens entpspricht der gewüschten Größe deines Kissens. Zeichne dann mit 2-3 cm Abstand ein zweites Herz um das erste Herz (rote Linie).

2 Schneide das Herz entlang der äußeren Linie (rot) aus und lass beide Stoff aufeinander liegen. Schneide dann mit der Schere das äußere Herz in gleichmäßigen Abständen senkrecht zur inneren Herzlinie (gelb) ein, sodass etwa 1,5 cm breite Fransen entstehen.


3 Jetzt werden die Fransen unten mittig gelocht. Stich dazu mit der kleinen spitzen Schere an jeder Franse auf der gelben Linie durch beide Stofflagen. Das Loch muss groß genug sein, um im nächsten Schritt mit der Häkelnadel durchzustechen.


4 Jetzt werden die beiden Herzhälften miteinander verbunden. Stich mit der Häkelnadel durch ein Loch, führe die Spitze der Häkelnadel über rechts nach oben und um die Fransen herum, pack die Fransen und zieh sieh durch das Loch. Auf diese Weise Franse für Franse arbeiten, bis nur noch eine Öffnung zum Befüllen offen ist.


5 Die Kissenfüllung in das Herzkissen geben, dann die restlichen Fransen wie gehabt arbeiten. Fertig ist das Kissen!

TIPP
Beschrifte oder bedrucke das Kissen nach Lust und Laune mit einem Spruch, einem Namen oder einem Foto. Verwende dafür Stoffmalstifte oder Stoffmalfarbe, Schablonen oder Stempel, Lavendeldruck oder Fototransfermedium. Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!

Dienstag, 12. Juni 2018

Gute Laune für den Tisch

"Uuups, daneben!" - Bei Kindern (und ich habe gehört, manchmal auch bei den Großen 😇) nimmt das Essen auf seiner vorgesehenen Route vom Tisch zum Mund manchmal seltsame Um- und Irrwege. Kein Problem. Auch essen will gelernt sein. Nur die Tischsets, die den Tisch vor Joghurtlawinen, Orangensaftüberschwemmungen und Ketchupfluten schützen sollen, sehen bei uns inzwischen wie gefleckte Tarndecken aus. Der Katastrophenschutz hat seinen Preis!

Lecker sieht anders aus. Aber deswegen die Tischsets einfach wegwerfen und neue kaufen?
Da kam mir die Idee, die Tischsets einfach mit dunklerer Textilfarbe wieder aufzufrischen. Textilfarbe bekommt ihr für ein paar Euro im Drogeriemarkt oder Bastelladen. Und damit könnt ihr je nach gewünschter Farbintensität mindestens 300g Stoff oder Textilien färben. Damit lassen sich einige Tischsets retten!

Ich habe mich entschieden, meine fleckigen, türkisfarbenen Tischsets mit kräftigem Blau auf gute Laune zu trimmen. Und was passt da besser als ein frischer Batiklook? 
Aloha und ahoi, der Sommer kann kommen!

Euer Fräulein Floh

Und so hab ich es gemacht:

Material
alte Tischsets in Türkis, ca. 300g
Kunststoffeimer
alter Kochlöffel
Stofffarbe in Blau
reißfestes Baumwollgarn
Schere
Gummihandschuhe 
heißes Wasser









 1. Das Farbbad nach Herstellerangabe in dem Eimer mit heißem Wasser anrühren. Achtet dabei darauf, dass ihr die Farbe nicht auf den Boden spritzt. 

TIPP: Am besten den Bereich um den Eimer großflächig mit einer Folie schützen! 
Eure Hände unbedingt mit den Gummihandschuhen schützen, damit sie nicht mitgefärbt werden!


 
 2. Die Tischsets von einer Schmalseite zur anderen ziehharmonikaartig zusammenfalten und in gleichmäßigem Abstand fest mit dem Baumwollgarn abbinden. Ihr könnt euch natürlich auch andere Batikmuster ausdenken oder ganz auf das Abbinden verzichten.
 






 3. Die vorbereiteten Tischsetzs in das Farbbad geben und nach Herstellerangabe darin einwirken lassen. Wenn ihr die Tischsets zu Beginn nicht ganz eintaucht, sondern nach und nach erst untertauchen lasst, könnt ihr damit einen zusätzlichen Farbverlauf von hell nach dunkel erziehen.

Nach dem Färben die Tischsets vorsichtig aus dem Wasser nehmen (achtet darauf, dass das Farbwasser nicht auf den Fußboden tropft oder auf eure Kleidung spritzt!) und in der Waschmaschine waschen, damit überschüssige Farbe entfernt wird. 

Montag, 21. Mai 2018

Schoko-Äpfel-Fingerfood

Obst ist gesund, keine Frage. Für den Nachmittagssnack ist es darum aus gutem Grund die erste Wahl. Bei der letzten Schulfeier wollte ich trotzdem nicht nur schlichte Apfelschnitze zwischen all die selbstgemachten Leckereien aufs Büffet stellen. Ein bisschen "Liebe" sollte auch dabei sein.
Da kam mir die Idee zu diesen Schoko-Äpfeln. Der Aufwand ist nicht groß - die Wirkung dafür umso größer. Die Kinder haben eifrig zugegriffen und die Schale im Handumdrehen leergegessen. 

Liebe Grüße!
Euer Fräulein Floh

ZUTATEN
6 Äpfel
200 g Vollmilch-Kuvertüre
Zuckerstreusel

AUßERDEM
Messer
Schneidebrett
Schale und großer Topf für Wasserbad
kleiner Löffel
Backblech mit Backpapier






 Und so hab ich's gemacht:

1. Die Kuvertüre in Stücke teilen und in die Schüssel geben. Im Topf etwas Wasser erhitzen und die Schüssel hineingeben. Die Kuvertüre langsam im Wasserbad schmelzen und immer wieder umrühren.

 TIPP: Die Kuvertüre darf nicht zu heiß werden und es darf kein Wasser hineinspritzen, da die Schokolade sonst stockt und krümelig wird!
 
2. Die Äpfel in Schnitze schneiden und das Kernhaus entfernen. In der Zwischenzeit darf die Kuvertüre wieder etwas abkühlen. Sie sollte aber noch flüssig bleiben.

TIPP: Wenn ihr ganz sicher gehen wollt, dass die Schoko-Äpfel bis zum Verzehr nicht braun anlaufen, könnt ihr sie mit etwas Zitronensaft beträufeln.

3. Legt die Apfelschnitze auf das mit Backpapier ausgelegte Backblech und träufelt die Kuvertüre mit dem Löffel auf die Schnitze.
4. Streut die Zuckerstreusel auf die noch flüssige Schokolade und stellt das Backblech anschließend für etwa eine halbe Stunde in den Kühlschrank, bis die Kuvertüre fest ist.
5. Die fertigen Schoko-Apfelschnitze auf einem Teller anrichten und am besten sofort zugreifen - bevor der Teller leer ist! :-)

Montag, 20. März 2017

Aus Alt mach Neu: USB-Stick

Wie bitte pimpt man einen USB-Stick?
Oder anders gefragt: Kann ich meinem kleinen Datentranporthelferchen ein schönes Outfit verpassen?
Meine Exemplare sind schon etwas in die Jahre gekommen, was ihrer Schönheit nicht gerade zuträglich war. Aber auch davor waren sie nicht gerade Stilikonen. Jetzt, wo die Hüllen langsam Patina ansetzen und aus dem Leim gehen, war es höchste Zeit, dieser Frage einmal gründlich nachzugehen. 
Die frohe Antwort lautet: Ja, es geht! Und zwar ganz einfach. Denn für diese schicken Hüllen braucht Ihr nur ein oder zwei alte Schnürsenkel (ca. 90 cm lang), einen Schraubenzieher, eine Schere und ein Feuerzeug. Und schon kann's losgehen. 


Im Internet wimmelt es von Anleitungen, wie USB-Sticks in verschiedenste Alltagsgegenstände eingebaut werden können. Weinkorken, Lippenpflegestifte, Spielzeugautos und sogar Babyschnuller werden vorgeschlagen. Alles nicht ganz das, wonach ich gesucht habe.
Also hab ich weiter recherchiert und bin auf Techniken gestoßen, bei denen das Innenleben der USB-Sticks in selbst gebauten Hüllen aus Beton, Holz oder Polymer-Knete ein neues Zuhause findet. Auch nicht ganz das, wonach ich gesucht habe.
Dann kam die Lösung: Bei instructables habe ich einen USB-Stick gesehen, der mit Paracord umknüpft wurde. Da Paracord aber meist nur in größeren Mengen angeboten wird, für die Hülle aber nur ein kurzes Stück benötigt wird, kam mir die Idee, einfach alte Schnürsenkel zu verwenden. Davon hat man immer ein paar zuhause.

 
Und so hab ich's gemacht:
Die alte USB-Hülle vorsichtig entfernen. Das geht am leichtesten mit einem kleinen Schraubenzieher. Ich habe die Spitze des Schraubebziehers seitlich an der Naht angesetzt und die Hälften der Hülle einfach aufgespreizt. Wichtig ist, dass dabei die Platine im Innern nicht beschädigt wird.

Hinweis: Achtet darauf, dass der USB-Stick nicht gesichert ist. Meistens befindet sich seitlich ein kleiner Schalter. Stellt ihn auf die richtige Position, da Ihr später nicht mehr an den Schalter rankommen werdet!



Dann habe ich das innere des USB-Sticks umknüpft. Dazu habe ich den Schnürsenkel doppelt gelegt und den USB-Stick so aufgelegt, dass oben am hinteren Ende die Schlaufe etwas übersteht und unten am Stecker die losen Enden hängen. 

Nun mit den Schlangenknoten beginnen: Für den ersten Knoten das rechte Ende (A) in einer Schlaufe unter dem Stick nach links führen. Das linke Ende (B) unter A hindurch, über den Stick und von oben nach unten durch die Schlaufe auf der rechten Seite führen. Den ersten Knoten am Stecker positionieren und festziehen. Den zweiten Knoten genau umgekehrt arbeiten, also den Schnürsenkel auf der linken Seite (A) in einer Schlaufe unter dem Stick nach rechts führen und das andere Ende (B) unter diesem hindurch, über den Stick und von oben nach unten durch die Schlaufe auf der linken Seite führen (siehe Foto). Knapp neben dem ersten Knoten festziehen.

Weiter im Seitenwechsel die Knoten knüpfen, bis das obere Ende des Sticks mit der Schlaufe erreicht ist. Den letzten Knoten festziehen. Die überstehenden Enden mit ein paar Millimeter Zugabe abschneiden, mit dem Feuerzeug erhitzen, bis der Schnürsenkel schmilzt, und verschweißen. Dazu habe ich die heißen Ende einfach mit der Schere flach auf die Hülle gedrückt. Nach dem Abkühlen entsteht so eine feste Verbindung.

TIPP: Probiert das Knüpfen auch mal mit zwei verschiedenfarbigen Schnürsenkeln aus. Das gibt schöne Muster (siehe Foto oben).

Alles Liebe!
Euer Fräulein Floh

Sonntag, 22. Januar 2017

NetzPERLE: Upside down Schneemann

Es gibt Dinge, die gibt es eigentlich gar nicht.
Oder habt ihr schon einmal einen Schneemann gesehen, der Kopfstand macht?
Diese originelle Idee habe ich diese Woche auf imgur entdeckt. Da muss sich mein 08/15-Modell mit Rübennase aber ganz schön warm anziehen ... 
Doch wenn ihr denkt, krasser geht nicht, dann habt ihr vermutlich noch nie etwas von Sandschneemännern gehört! Einfach im Netz mal nach "sand snowman" suchen. 
Ich hoffe ja sehr, dass es bei uns diesen Winter mit dem Schnee noch einmal klappt. Ich habe nämlich keine Lust, im Sandkasten zu buddeln. Aber das mit dem Kopfstand werde ich mit meinen zwei kleinen Flöhen auf jeden Fall ausprobieren!

Euer Fräulein Floh


PS: Wenn unser Projekt "Upside-down-Schneemann" klappt, reiche ich euch umgehend ein Foto nach!



Montag, 16. Januar 2017

Kreativ mit KINDERN: Korkdruck

Hurra, es schneit!
Da gibt es eigentlich nichts Schöneres, als mit den Kindern raus in das weiße Wunderland zu gehen und einen Schneemann zu bauen. Eigentlich. Denn Schneeball, Schneeflocke und Co. sind auch wunderbare Motive fürs Basteln. 
Wir haben heute die Bastelfarben ausgepackt und Schneemänner gemalt.

Frostige Gesellen - links: Kleinen Floh (5 Jahre); rechts: Fräulein Floh

Du brauchst:
Tonpapier in Schwarz, A4
Bastelfarben
Korken, z.B. von einer Sektflasche
ggf. Pinsel
Pappteller

Und so haben wir's gemacht:
Weiße Bastelfarbe auf den Pappteller geben, den Korken eintauchen und einen Schneemann aus zwei oder drei Kugeln auf das Tonpapier drucken. Danach den verschneiten Boden und einzelne Schneeflocken mit dem Korken aufstempeln.
Das Gesicht mit Karottennase, einen dicken Schal, die Arme und die Knöpfe aufmalen. Dazu kannst du einen Pinsel verwenden - oder du benutzt deinen Finger und druckst die Farbe damit auf. Zum Schluss Mütze oder Hut ergänzen, fertig ist der frostige Geselle!

Fräulein Floh


Dienstag, 10. Januar 2017

Mini.PROJEKT: Apfeldruck

Apfeldruck ist eigentlich ein alter Hut. Aber trotzdem super spannend, weil es so einfach geht - und weil Äpfel nach wie vor ein knackiges Motiv sind. Einfach zum Anbeißen!

Heute habe ich ein apfelgrünes Kindershirt mit einem saftigen Apfel aufgepeppt.
Dauer: weniger als eine halbe Stunde (ohne Trockenzeit).

Du brauchst:
Shirt in Apfelgrün, vorgewaschen
halber Apfel
Stoffmalfarbe in Grün und Blau
feiner Stoffmalstift in Schwarz
Plastiktüte
Bügeleisen

Und so hab ich es gemacht:
Die Plastiktüte in das Shirt schieben, damit die Farbe nicht auf die Rückseite des Shirts durchdrucken kann. Die Schnittfläche des Apfels mit der grünen Stoffmalfarbe betupfen, bis sie ganz grün ist.
Den Apfel auf das Shirt drucken und mit dem Finger ein blaues Apfelbäckchen aufmalen. Den Blütenansatz und den Stiel mit dem Stoffmalstift aufmalen.
Wenn alles trocken ist, die Plastiktüte entfernen und die Stoffmalfarbe nach Herstellerangabe mit dem Bügeleisen fixieren. Fertig!

Fräulein Floh